Gold

    Sein Gewicht nimmt ein sehr geringes Volumen ein. Der Wert, der in einem bestimmten Volumen untergebracht werden kann, ist enorm hoch:
    10kg Gold nimmt einen Raum von lediglich 0,5 Liter ein und hat einen Wert von ca. 400.000 Euro. Silber erfordert für den gleichen Wert einen Raum von 40 Litern und stellt 400kg Gewicht.
    Man kann also mal eben einen Wert von 100.000 Euro in Gold blitzschnell fassen und flüchten. Selbst bei größeren Vermögen in Gold bekommt man nicht gleich ein Platzproblem.
    Gold ist (noch) nicht von der Mehrwertsteuer erfasst. Daher ist Gold zumindest im kurzfristigen Bereich verlustärmer oder gewinnreicher veräußerbar als die anderen Edelmetalle (die von der Mehrwertsteuer betroffen sind). Der Wert für Gold leitet sich stark aus subjektiven Gesichtspunkten ab. Es hat im Bewusstsein vieler Menschen mystische Wertschätzung. Gold hat im Schmuckbereich herausragende Bedeutung. Auf wirtschaftliche Schwankungen reagiert Gold in Extremsituationen u. U. deshalb anders als Edelmetalle, die verstärkt von der Industrie nachgefragt werden.
     
     
    Fazit:
    • Gold vereint hohen Wert bei geringem Gewicht und geringem Platzbedarf.
    • Gold ist also sehr mobil. (Fluchtkapital)
    • Gold ist für kurzfristigere Anlagehorizonte eher geeignet, als die anderen Edelmetalle.
    • Gold besitzt die höchste Wertakzeptanz und die am direktesten empfundene Verbindung zu "Geld."

       

      Silber

      Silber lässt sich aufgrund seiner geringeren Dichte im Vergleich zu Gold und Platin in Bezug auf Tausch besser handhaben: 1/20tel Unze (1,555g) Gold kostet ca. 75 Euro und lässt sich fasst nicht mehr greifen, da so klein. 1 Unze Silber (31,1g) kostet ca. 28 Euro und ist angenehm zu fassen. Selbst kleinere Einheiten (beim Libertad bis 1/20tel Unze) stellen diesbezüglich kein Problem dar. Silber lässt sich also wertmäßig viel feiner und bequemer dosieren. Noch ein paar Beispiele:

      6 Gramm Gold kosten momentan rund 250 Euro. Eine solche Münze hat etwa die Größe eines 5 Eurocent-Stücks. Ein Silberstück der gleichen Größe würde 3 Gramm wiegen und hätte einen Wert von ca. 3 Euro. 1 Unzen Stücke in Gold sind nur zur Bezahlung größerer Investitionen geeignet. Geben Sie einem Bauern 1 Unze Gold für einen Sack Kartoffeln. Wenn Sie die Kartoffeln zum Überleben brauchen, wird er eine Unze Gold verlangen. Anderenfalls müssen Sie ein Schwein als Rausgeld nehmen... Bei Silber haben Sie das Problem nicht.
      Bei Tauschüberlegungen sollte auch die mögliche Wertsteigerung berücksichtigt werden: Heute kostet eine Unze Gold rund 1300 Euro und 1 Unze Silber ca. 28 Euro. Bald könnte es ein Vielfaches davon sein. Gute Dosierbarkeit der Tauschwerte ist also wichtig. Auf lange Sicht könnte Silber interessanter als Gold sein: Das langfristige Wertverhältnis von Gold zu Silber ist ca. 1 zu 16. Im Augenblick steht das Verhältnis bei ca. 1 zu 50. Silber steht also im Augenblick in einem stark unterbewerteten Verhältnis zu Gold. Einige Argumente sprechen dafür, dass das so nicht bleiben wird: Da Silber so preiswert war, ist dessen Abbau stark zurückgegangen. Die Nachfrage ist aber steigend und bereits jetzt höher als die Förderung. Bis der Abbau an die steigende Nachfrage angepasst werden kann, werden Jahre vergehen. Silber hat hervorragende physikalische Eigenschaften und wird in vielen Produkten in so kleinen Mengen eingesetzt, dass Recycling von Silber nur zu einem relativ geringen Anteil möglich oder wirtschaftlich ist. Der geringe Silberanteil in den Produkten bedeutet aber auch, dass sich Preissteigerungen von Silber nicht übermäßig auf den Gesamtpreis auswirken werden. Preissteigerungen werden also die Nachfrage evtl. nicht so empfindlich treffen. Bei vielen industriellen Anwendungen wird Silber, wie bei der Wasserdesinfektion, regelrecht verbraucht, steht also auch einem späteren Recycling nicht mehr zur Verfügung. Silber wird dadurch schneller seltener als Gold. Seine Bedeutung im Bereich Supraleitfähigkeit, Verspiegelungen, Elektronik usw. wächst weiter.
       
       
       
      Fazit:
      • Silber ist das Tauschmetall.
      • Silber ist eine echte physische Ware mit hohem Nutzen und hoher Wertakzeptanz.
      • Silber besitzt ebenfalls absolute Anerkennung als Geld seit Menschengedenken.
      • Silber dürfte im langfristigen Bereich gegenüber Gold stärker an Wert zunehmen.
      • Der Besitz von Silber ist einem staatlichen Verbot evtl. weniger ausgesetzt, als Gold.

       

      Platin

      Platin hat ein etwas höheres spezifisches Gewicht als Gold und hat im Augenblick pro Gewichteinheit etwa den gleichen Wert wie Gold (in Geld gemessen). Es lässt sich also sehr viel Wert pro Raumeinheit unterbringen. Für den Tausch dürfte es eher eine untergeordnete Rolle spielen, da zu unbekannt und mit dem Begriff Geld im Bewusstsein der Bevölkerung kaum verbunden. Platin ist ein industrieller Werkstoff mit großer Bedeutung als Katalysator. Auch im Schmuckbereich wird Platin eingesetzt, spielt dort jedoch eine untergeordnete Rolle.

      Fazit:

      • Platin ist kein Tauschmetall.
      • Platin ist eine echte physische Ware mit hohem Nutzen und hohem Wert.
      • Ein Platinverbot scheint momentan wenig wahrscheinlich.

         

        Palladium

        Palladium hat ein ähnliches spezifisches Gewicht wie Silber und hat im Augenblick pro Gewichteinheit etwas weniger als die Hälfte des Wertes von Gold (in Geld gemessen). Es lässt sich also im Vergleich zu Silber deutlich mehr Wert pro Raumeinheit unterbringen. Für den Tausch dürfte es eher eine untergeordnete Rolle spielen, da zu unbekannt und mit dem Begriff Geld im Bewusstsein der Bevölkerung kaum verbunden. Palladium ist ein industrieller Werkstoff mit großer Bedeutung als Katalysator. Palladium kann in vielen Fällen Platin ersetzen und ist billiger.

        Fazit:
        • Palladium ist kein Tauschmetall.
        • Palladium ist eine echte physische Ware mit hohem Nutzen und hohem Wert.
        • Ein Palladiumverbot scheint momentan wenig wahrscheinlich.